YongTjun-KungFu ist eine Kampfkunst mit chinesischen Wurzeln (Ende 17. - Anfang 18. Jahrhundert), die der Legende nach von einer Frau entwickelt wurde.
Ob dies der Wahrheit entspricht, ist letztendlich nebensächlich. Das Besondere ist die Idee dahinter, nämlich dass die eigene Körperkraft, Geschwindigkeit oder artistisches Geschick in einer körperlichen Auseinandersetzung nicht (nur) die entscheidenden Faktoren sein dürfen.
Das YongTjun ist eine ganzheitlich gelehrte Kampfkunst und beinhaltet Parallelen zum heute weiter verbreiteten WingTsun, Wing Chun, etc.
Jedoch gibt es klar definierte Unterschiede, die es den Schülerinnen und Schülern ermöglichen, diese Kampfkunst nicht nur zu lernen, sondern auch zu verstehen.
Die unterrichteten Techniken, Prinzipien und Strategien eignen sich zur Selbstverteidigung, führen zur Steigerung des körperlichen Wohlbefindes und zur Festigung des Selbstvertrauens.
Es ist somit möglich, sich einfach nur mit Selbstverteidigung zu beschäftigen, oder den Weg der Kampf-Kunst zu wählen, und ständig Körper und Geist zu optimieren.
Da in einer Auseinandersetzung zum Großteil die Psyche (geistige Verfassung, Einstellung) entscheidend ist, steht der technische Aspekt im Training zwar am Anfang, wird aber als Mittel zum Zweck angesehen und ist somit normalerweise zweitrangig.
Das Training im YongTjun ist von Anfang an partnerbezogen und praxisorientiert. Partnerübuungen und Sparringsaspekte nehmen im Training 60-70% ein.
Dies erfolgt aber im Rahmen einer bewußt freundschaftlichen Atmosphäre, in der die Trainingspartner verantwortungsvoll mit den individuellen Fähigkeiten ihrer Gegenüber umgehen.
Der Unterricht in den Missing-Link Schulen ist wie folgt aufgebaut:
- Erlernen des Neuen (der Techniken, Prinzipien und Strategien)
- Üben des Erlernten (um zu verinnerlichen und nicht zu vergessen)
- Trainieren des Geübten (die wahre Arbeit in der Kampfkunst: das KungFu)
- Verständnis des Trainierten (Entwicklung der eigenen, individuellen Fähigkeit)
- Eigenes Können (nicht Kennen)
YongTjun (mandarin) bedeutet auf deutsch ungefähr "schöner Frühling", "sanfter Frühlng" oder "ewiger Frühling".
YongTjun ist der Enstehungslegende nach entweder der Name einer Halle in einem chinesischen Kloster, in der sich einige sehr gute Kämpfer des chinesischen Kaiserreichs trafen und dort diesen hoch effektiven Stil entwickelten. Oder es handelt sich hierbei um den Namen der ersten Schülerin der Nonne Ng Mui, die versuchte, ein Kampfsystem zu entwickeln, das mit dem kraftvollen Shaolin-KungFu Stil der Mönche konkurrieren konnte.
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